Die Ernährung des Hovawarts

Der Hovawart zählt zu den größeren Hunderassen und wird an die 40 kg schwer. Bei dieser Hundeart ist es wichtig, Übergewicht zu vermeiden. Dieses belastet das Skelett und die Gelenke des Tieres, wie auch das Herz-Kreislaufsystem. In der Ernährung ist das Tier im Grunde unkompliziert, jedoch gilt es, auf einige Punkte zu achten.

Der Speiseplan eines Welpen

Wenn Sie einen Welpen haben, soll dieser natürlich seine Energie voll nutzen können. Die richtige Ernährung ist dabei enorm hilfreich. Für den Welpen ist es wichtig, dass die Ernährung gut verdaut werden kann. Schmecken muss das Futter natürlich auch.

Das Tier braucht eine ausgewogene Ernährung mit genügend Eiweiß, Fett, Vitaminen und Mineralstoffen. Die richtige Ernährung beginnt nach und nach. Das Tier wird nach 3–4 Lebenswochen von der Muttermilch entwöhnt. Zuerst wird feste Nahrung zugefüttert. Der Hovawart Welpe bekommt drei bis vier kleine Portionen am Tag.

Bei den Welpen ist zu beachten, dass diese nicht nur fressen, wenn sie Hunger haben. Welpen fressen einfach immer! Daher ist es wichtig, auf die Futtermenge zu achten.

Nass- oder Trockenfutter für das Tier?

Sie können für Ihren Hund Nass- oder Trockenfutter wählen. Beide Varianten bieten dem Tier eine ausgewogene Kost mit den richtigen Nährstoffen. Trockenfutter hat den Vorteil, dass sie kostengünstiger ist. Außerdem muss sie nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Nassfutter hingegen bietet Fressvergnügen und auch Abwechslung.

Es gibt Tierhalter, die sich dazu entscheiden, nur Fleisch zu füttern. Sie sollten bei Ihrem Hovawart allerdings bedenken, dass das Tier nicht nur tierische Nährstoffe braucht. Der Hund braucht ebenso die pflanzliche Nahrung. Bei einer reinen Fleischfütterung bekommt der Hund zu wenig Kalzium, Rohfasern und auch Kohlenhydrate.

Die Folge wären Verdauungsstörungen. Auch Wachstumsprobleme können entstehen. Noch schlimmer sind irreparable Knochen- und Gelenkerkrankungen. Sie tun dem Tier also nichts Gutes, wenn Sie sich für die reine Fleischfütterung entscheiden.

Die Futtermenge für Welpen und ausgewachsene Hovawarts

Die Futtermenge sollte nie nur als einzelne Mahlzeit am Tag gegeben werden. Die Hunde sollten mehrere Mahlzeiten erhalten, und zwar immer so viel, dass der Napf auch leer gefuttert wird. Der ausgewachsene Hund bekommt 2 Mahlzeiten am Tag. Bei jedem Fertigfutter windet sich eine Fütterungsempfehlung.

Dies sind Bedarfsmengen, die gerade bei dem Hovawart nicht immer zutreffen. Sein Körpergewicht, die Fell-Art, die Haarlänge, die Unterbringung, das Temperament, das Alter, die Belastung, und auch die Umgebungstemperatur spielen eine wichtige Rolle.

Dies alles kann zu geringerem Futterbedarf führen, aber auf der anderen Seite auch bis zu 50 Prozent mehr an Futterbedarf bedeuten. Sie müssen bei Ihrem Tier das Futter anpassen, und zwar an die Gewichtsentwicklung. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie die richtige Futtermenge für das Tier aussieht, lassen Sie sich von dem Tierarzt dahingehend beraten.

Je länger das Fell, desto mehr Nahrung braucht das Tier

Bei dem Hovawart ist zu beachten, dass er mehr Futter braucht, je länger sein Deckhaar ist. Ein kurzhaariges Tier verliert mehr Energie in Form von Länge und hat von daher weniger Futterbedarf. Auch bei dem Fellwechsel benötigt das Tier mehr Futter, hier sind es in der Regel 10 Prozent mehr.

Das Futter und das Temperament, wie die Belastung des Tieres

Ist ein Hund temperamentvoller, verbraucht er mehr Energie. Dies gilt nicht nur für den Hovawart. Wo mehr Muskelbewegung gegeben ist, müssen auch mehr Nährstoffe geboten werden. Auch wenn die Bewegungsleistung über das normale Maß hinausgeht, braucht der Hund mehr Futter. So zum Beispiel bei Ausdauerprüfungen, bei Fährten-Arbeiten, bei Breitensport, bei Trächtigkeit und anderes.

Die Umgebungstemperatur

Auch die Umgebung und somit diese Temperatur spielen bei der Fütterung eine Rolle. Lebt das Tier in einem Zwinger oder in einer Wohnung? Gerade kältere Jahreszeiten erhöhen den Bedarf des Hundes, wenn er in einem Zwinger lebt.

Ältere Hunde und der Energieverbrauch

Bei dem Alterungsprozess wird der Stoffwechsel verlangsamt. Der Hund bewegt sich weniger. Somit kann die Nahrung ein wenig eingeschränkt werden. Zu beachten ist aber, dass der Hund einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen hat. Hilfreich wäre es, hier das Senior-Futter zu nutzen, weil dieses auf diesen Bedarf abgestimmt ist.

Allergien bei dem Tier

Eine Allergie kann bei dem Hovawart zu Durchfall, Husten, Tränenfluss, Nasenausfluss und Mattigkeit führen. Auch Fieber kann auftreten und das Tier könnte Nahrung und Wasser verweigern. Das Tier kann Antikörper gegen einen Eiweißtypen entwickeln und meist merkt man es nur dann, wenn eine starke Reaktion auftritt. Umso eher eine Allergie erkannt wird, desto geringer die Folgeerkrankungen. Daher sollte das Tier immer gut beobachtet werden.

Übergewicht bei dem Hovawart

Viele Tierbesitzer meinen es zu gut und überfüttern den Hund. Übergewicht ist aber sehr belastend. Auch bei Tieren ist es so, dass Futter, welches nicht verbraucht wird, in Fett umgewandelt wird. Auch Leckerchen spielen eine große Rolle, denn oft bekommen Tiere die richtige Nahrung in guten Mengen geboten, erhalten aber ständig Leckerchen, wenn sie belohnt werden. Auch Tischreste, die nebenher noch angeboten werden, können sich auf das Gewicht negativ auswirken. Bei Übergewicht des Tieres ist somit das eigene Verhalten zu überdenken.

Es kann aber auch vorkommen, dass der Hovawart eine Stoffwechselstörung aufweist. Diese wieder kann zu Fettansatz führen. Ob dies bei dem eigenen Tier so ist, kann der Tierarzt mit einer Blutuntersuchung herausfinden.

Übrigens ist es nicht schwer, schon auf das kleinste Übergewicht zu achten. Wenn Sie den Hund streicheln, achten Sie darauf, was Sie fühlen. Wenn Ihre flache Hand über die Rippen streichelt und Sie diese nur noch schwer ertasten können, ist das Tier eindeutig zu dick.

Übergewicht kann das Tier enorm belasten und einige negative Dinge mit sich bringen. Der Hund kann ein Wirbelsäulenproblem bekommen, ebenso Arthrose. Die Beweglichkeit ist eingeschränkt, ebenso die Ausdauer. Das Tier kann Herz- Kreislauferkrankungen bekommen, eine Lebererkrankung, wie auch Diabetes mellitus. Der Zustand von Haut und Fell kann sich verschlechtern. Dickere Tiere leiden außerdem meist an Hitzeunverträglichkeit. Weiterhin liegt eine verringerte Widerstandsfähigkeit gegen Infektionserkrankungen vor und Atembeschwerden können auftreten.

Das Diätfutter

Wenn der Hund an Übergewicht leidet, könnten Sie die Futtermenge reduzieren. Besser wäre es jedoch, ein kalorienreduziertes Futter zu nutzen. Davon darf das Tier dann mehr fressen und muss nicht unter der Diät leiden.

Der Tierarzt kann dabei helfen, eine gute Entscheidung für ein Futter zu treffen, so dass das Tier noch alle Nährstoffe erhält, die es dringend braucht. Bei einer Diät sollte es natürlich auch keine Essensreste oder Leckerchen mehr geben. Dies erscheint erst einmal hart, aber Sie werden schnell merken, dass der Hund gut abnimmt und auch wieder aktiver wird.

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